Ein langer Weg bis zum fertigen Buch!

Seit meinem Entschluss meine Geschichte zu veröffentlichen, ist die Erkenntnis gereift, dass da noch verdammt viel Arbeit vor mir liegt. Der Hauptteil beim Schreiben eines Buches ist nämlich nicht seine Ideen mal niederzuschreiben, sondern das Bearbeiten. Und das immer wieder.

Zuerst war einmal das Grundgerüst der Geschichte in meinem Kopf und ich habe gewusst, was ungefähr passieren soll und wie sich die Geschichte entwickeln wird. Dazu habe ich mir dann Szenen und Dialoge einfallen lassen und diese dann niedergeschrieben. Aber das war der einfache Teil! Denn während des Schreibens habe ich gar nicht so viel Zeit, mich auf Satzzeichen, Wortwiederholungen oder ähnlich ärgerliche Dinge zu konzentrieren. In dem Moment geht es nur einmal darum, dass die Szene aus meinem Kopf raus auf das Papier kommt. Und dann bin ich aber erst mal fertig damit. Ich habe es niedergeschrieben; das heißt für mich, dass diese Szene erledigt ist und ich kann gleich zur nächsten übergehen.

Nun habe ich endlich mit der Überarbeitung begonnen. Ich hatte die Idee, dass ich einfach das ganze Manuskript systematisch nach möglichen Schwächen und Fehlern durchgehen würde. Aber so funktioniert das leider gar nicht. Denn während der Überarbeitung ist mir dann klar geworden, dass mir vieles gar nicht mehr gefällt oder nicht so rüberkommt, wie ich mir das gedacht habe. Oder mir fallen schon wieder neue Ideen ein. Mit dem Ergebnis, dass ich manche Kapitel wieder komplett umgeschrieben und wieder neue Aspekte eingefügt habe, die im Verlauf der Geschichte immer wieder angepasst werden müssen und dass ich weit weg bin von einer „systematischen“ Bearbeitung. Denn die neuen Szenen muss ich auch erst mal sacken lassen um sie dann wieder zu überarbeiten!

Und so beginnt alles von vorne und ich habe gerade das Gefühl, dass ich an mehreren Baustellen gleichzeitig arbeite. Dazu kommt natürlich, dass meine Zeit ja auch begrenzt ist (Arbeit, Kinder, ab und zu mal Wäsche waschen oder aufräumen…) und ich einfach ungeduldig bin.

Aber trotzdem ist das ganz wichtig für mich. Wenn ich mein Buch schon veröffentliche, dann möchte ich selber damit auch halbwegs zufrieden sein. Einen Lektor kann ich mir nicht leisten und darum versuche ich selber so gut wie möglich auf verschiedene Dinge zu achten. Immer wieder nehme ich Bücher zur Hand, die mir besonders gut gefallen und schaue mir an, wie die Dialoge gestaltet sind, warum ich das Gefühl habe, dass es sich locker liest und was genau mir daran eigentlich so gut gefällt. Gerade letztens ist mir ein Buch untergekommen, in dem mir die Dialoge besonders gut gefallen haben. Prompt habe ich begonnen auch bei mir alle Dialoge zu prüfen und zu überarbeiten.

Außerdem bemühe ich mich gerade, um das Hauptthema herum noch ein paar Nebenstränge aufzubauen. Ich habe Fantasy-Liebes-Romane gelesen, bei denen außer dem klassischen Thema nicht viel passiert und das ist mir dann zu wenig. Klar, bei einem Roman aus diesem Genre erwartet man es auch, dass gewisse Klischees bedient werden; das auf den ersten Blick unscheinbare Mädchen verliebt sich in den mysteriösen Schönling und nach einigem Hin und Her kommen sie zusammen. So wie man bei einem Psychothriller einen Psychopathen erwartet. Aber ich mag immer die Geschichten, bei denen eben rundherum auch noch etwas passiert, es ein paar interessante oder witzige Nebenfiguren gibt und man trotzdem noch überrascht wird.

Auch bei mir gibt es das junge Mädchen, den geheimnisvollen, düsteren Schönling und nach ein wenig Hin und Her kommen die beiden zusammen. Aber ich bemühe mich im Hintergrund noch weitere Geschichten ablaufen zu lassen, die noch Raum für Überraschungen bieten und auch für etwas Extraspannung sorgen.

Aber dahin ist es noch ein weiter Weg, und der wird kein leichter sein….

Ebook kontra „richtige Bücher“

Als die ersten Ebooks herausgekommen sind, war ich auch eine von denen, die gesagt haben, dass ich ein „richtiges“ Buch vorziehen würde und ich mir nicht vorstellen könnte, auf so einem „Kastl“ zu lesen.

Aber dann erzählten immer mehr Bekannte ganz begeistert von ihren Ebook-Readern und den vielen Vorteilen. Gleichzeitig wurde mein Bücherregal immer voller und die Beschaffung immer neuen Lesestoffs war entweder teuer (kaufen) oder zeitaufwendig (aus der Bücherei ausleihen, an Termine dneken und wieder zurückbringen). Als ich dann von der Möglichkeit gehört habe, sich Ebooks kostenlos bei Linzer Stadtbibliothek auszuleihen war ich endgültig überzeugt und habe mir einen Ebook-Reader schenken lassen.

Ich würde ihn wieder hergeben und würde mir sofort einen neuen kaufen, wenn meiner mal den Geist aufgeben sollte. Noch immer höre von vielen Leuten dasselbe Argument, das für mich früher auch gegen so ein Gerät gesprochen hat. Aber mittlerweile kann ich darüber nur mehr den Kopf schütteln. Im Bereich Musik war die Entwicklung ähnlich und mittlerweile ist es für fast jeden selbstverständlich, dass er mit seinem Handy oder Mp3-Player überall Musik hören kann und zudem auch immer seine Lieblingsmusik mit sich herumtragen kann.

Natürlich haben auch LPs ihren ganz eigenen Charme und ich selber habe nach wie vor einen Plattenspieler und höre auch gerne immer noch Platten. Es stimmt, dass es ein ganz anderes Gefühl ist, wenn man vor dem Regal steht und sich erst mal eine Platte aussucht. Dann muss man diese umständlich auspacken und in den Plattenspieler legen. Man kann nicht einfach per Knopfdruck zum nächsten Song springen und manchmal ergibt sich durch Kratzer oder Schmutz auf der Oberfläche ein ganz eigener Sound. Ich mag das und Platten zu hören ist fast schon ein eigenes Ritual geworden, für das ich mir extra Zeit nehme. Aber ich würde deshalb nie auf die modernen Möglichkeiten Musik zu hören verzichten. Ich mag es nämlich auch, dass all meine Lieblingssongs auf meinem Handy und meinem Computer gespeichert sind und dass ich mit Hilfe von Youtube mir je nach Stimmung immer den passenden Song suchen und mir den dann anhören kann, ohne ihn gleich kaufen zu müssen.

Und genauso ist es mit Büchern auch. Ich liebe Bücher. Ich mag es, sie dekorativ in meinem Regal stehen zu haben. Ich mag es darin zu blättern und manche Stellen immer wieder zu lesen. Und ich werde mir wahrscheinlich auch immer wieder mal Bücher kaufen. Aber ich bin auch ganz begeistert von den vielen Vorteilen, die ein Ebook-Reader besonders für mich als Vielleser hat. Ich kann das Gerät ganz leicht in meiner Handtasche überall hin mitnehmen und kann dann jederzeit lesen, wenn ich zum Beispiel mal beim Arzt warten muss. Im Urlaub kann mir nie der Lesestoff ausgehen, denn ich lade mir immer vorher noch alle möglichen Bücher auf den Reader und selbst wenn die ausgelesen sind habe ich immer noch all die anderen Bücher darauf gespeichert.

Aber die zwei wichtigsten Vorteile für mich sind die der Beschaffung und der Aufbewahrung. Die Beschaffung ist entweder günstiger wenn ich mir Bücher kaufe, da Ebooks immer ein bisschen weniger kosten als gedruckte Bücher. Aber ich kaufe mir ohnehin nur die Bücher, von denen ich weiß, dass ich sie immer wieder mal lesen werde. Und da komme ich zum größten Vorteil überhaupt und das ist für mich die Möglichkeit mir die Bücher gratis auszuleihen und das eben von zu Hause aus. Durch eine Mitgliedschaft bei der Linzer Stadtbibliothek habe ich Zugang zur Online-Bibliothek. Es gibt dort Bücher aller Genres (Kinderbücher, Sachbücher, Romane, Hörbücher), Zeitschriften, Mp3s … Der einzige Nachteil ist der, dass man oft länger warten muss, bis ein Buch verfügbar ist, aber das ist bei gedruckten Büchern auch oft der Fall. Aber sonst ist es einfach genial. Wenn ich ein bestimmtes Buch lesen will, dann reserviere ich es und bekomme eine Nachricht, sobald es verfügbar ist. Dann kann ich es mir runterladen und habe dann drei Wochen Zeit es zu lesen. Wenn ich denke, dass ich in dieser Zeit nicht fertig werde oder ich eine Reihe lese und dann alle Teile davon schnell verfügbar sein sollen, dann reserviere ich den Titel einfach gleich noch einmal. Und ansonsten stöbere ich einfach und lasse mich von den Covern und der Beschreibung neugierig machen und lade mir das Buch dann einfach runter, wenn ich denke, dass es mir gefallen könnte. Manchmal stellt sich dann heraus, dass es mir eigentlich doch nicht gefällt oder ich mir was anders vorgestellt habe. Oder ich habe dann doch keine Zeit es zu lesen. Dann ist das aber auch kein Problem, da es mir nichts kostet und ich auch nicht auf Rückgabetermine achten muss. Das passiert alles automatisch. Schon alleine deswegen leihe ich mir nun oft Bücher aus, die ich mir nie ausborgen würde, wenn ich dafür zahlen oder extra deswegen wieder irgendwohin fahren müsste. Manchmal wurde ich dabei sehr positiv überrascht und wenn nicht, dann auch egal. Dann lese ich einfach nicht weiter und muss ich aber um nichts mehr kümmern.

Und mein Bücherregal, das mit den gedruckten Büchern, bleibt überschaubar und trotzdem kann mir nie der Lesestoff ausgehen.

Ich bin also ein Ebook-Fan geworden und bald werde ich einen weiteren Vorteil von Ebooks für mich nutzen, in dem ich meine Geschichte selber als Ebook veröffentlichen werde. Mir geht es ja nicht um eine Karriere als Bestseller-Autorin (obwohl ich natürlich nicht nein sagen würde), sondern ich möchte einfach die Möglichkeit nutzen, mein Werk überhaupt einmal einer breiten Menge vorzustellen.

Was ich gerne lese!

Ich habe immer viel gelesen. Und oft quer durch alle Genres. Ich lese auch immer wieder mal „ernsthafte Literatur“, wobei ich mit dem Ausdruck selber nichts anfangen kann. Ich habe schon „anerkannte literarische“ Werke gelesen, die ich persönlich schrecklich gefunden habe und dafür Werke der „Unterhaltungsliteratur“ gelesen ( z. B.“Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. Martin), die mich beeindruckt haben. Was dieser Schrifsteller leistet; wie viele einzelne Caharktere er erfunden hat und lebendig hält, und wie viele einzelne Erzählstränge, er nebeneinander laufen lässt und dann immer wieder zusammen führt, das ist einfach nur bewundernswert.

Ich selber möchte von einem Buch entweder etwas lernen, mich anregen lassen, mich unterhalten lassen oder oft auch einfach nur dieses bestimmte Buch auch gelesen haben. Aber das Wichtigste ist mir bei allem immer, dass es „gut lesbar“ ist. Ich möchte von einem Buch, dass man beim Lesen in eine Art Fluss kommt und es einem schwer fällt, diesen Fluss zu unterbrechen und das Buch wegzulegen. Aber es sollte dann leicht sein, wieder rein zu kommen. Ich habe Bücher aus vielen Genres, sogar Sachbücher, gelesen, die das geschafft haben und die ich für mich dann als „gut“ bewertet habe. Genauso wie ich Bücher aus allen Genres gelesen habe, die ich als Zumutung empfunden habe; entweder der Autor hatte einen sehr beschränkten Wortschatz und die Sätze waren immer gleich, oder der Autor hat geglaubt, beweisen zu müssen, wie groß sein Wortschatz ist und sich mehr darauf konzentriert, das in der Geschichte unter Beweis zu stellen, als die Handlung die Figuren spannend und lebendig zu gestalten.

Viele können ja mit Fantasy gar nichts anfangen, aber ich mag es eben gerne zu träumen und in eine komplett andere Welt zu reisen. Was interessiert es mich schon, wie irgendeine überforderte Mutter tapfer den Alltag mit ihren Kindern meistert; das habe ich selber jeden Tag. Ja, auch dazu gibt es ganz nette Bücher, aber das sind die, die mich dazu bringen, mal über mich selber zu lachen, weil sie unseren ganz normalen Alltag auch mal ironisch darstellen. Aber eigentlich interessieren mich die Probleme, Sorgen und Schwierigkeiten anderer herzlich wenig. Ich weiß, das klingt egoistisch und hart, aber ganz ehrlich, mein Leben ist auch nicht immer schön oder leicht. Seit fünfzehn Jahren stelle ich mich ständig neuen Herausforderungen; drei Kinder, ein Mann, Schwiegereltern im selben Haus, die ihren Frust an mir auslassen, die Arbeit in der Landwirtschaft, die völlig neu war für mich, dann plötzlich wieder einen Bürojob… Was interessiert es mich da, wie dreckig es anderen Leuten geht? 

Also, zurück zum Thema; ich bin ein großer Fan der Schottland-Saga von Diana Gabaldon und natürlich von  „Das Lied von Eis und Feuer“. Außerdem lese ich alles von Marian Keyes, die zwar nur in ein paar ihrer Geschichten etwas Fantasy einfließen lässt, es aber meiner Ansicht nach schafft, Charaktere sehr lebendig werden zu lassen. Mir gefällt es, dass ihre Geschichten zwar immer unabhänging von einander sind, aber trotzdem einen gemeinsamen Strang haben. Von Kerstin Gier habe ich auch alles gelesen, wobei ihre ersten Bücher für mich eher unter „nette, lustige Ablenkung vom Alltag“ liefen. Die „Patin-Reihe“ fand ich dann schon ziemlich gut, weil sie dabei manche Arten von Müttern schonungslos verschaukelt. Aber so richtig begeistert bin ich von ihrer „Edelstein-Trilogie“. GierDa sich meine Geschichte ja auch an ungefähr dasselbe Publikum richtet, war die leichte, witzige und spannende Art dieser Romane ein Vorbild für mich während des Schreibens. Ich habe für Recherchezwecke einiges aus dem Genre Fantasy gelesen, aber an diese Reihe ist für mich noch nichts herangekommen. Es wäre ein großes Lob für mich, wenn mein Roman mit diesen Büchern verglichen würde.

Damit ihr euch selber mal ein Bild machen könnt, werde ich hier demnächst auch mal eine Leseprobe veröffentlichen.

Wer kann mir helfen?

Also ich bräuchte mal eure Hilfe! Bitte, Bitte, Biiiiitte!!!!!

Welche Filme, Serien und Fernsehsendungen haben wir 1994 bis 1996 cool gefunden (haben wir damals ja so gesagt)?

Baywatch
Nein – nicht „cool“

Gab es zu dieser Zeit so richtig gute amerikanische Serein; und nein, ich meine weder Baywatch, noch Beverly Hills!

Friends
Fand ich damals gut, aber wurde es 1994 bei uns schon gezeigt?

Haben wir 1994 schon „Friends“ geschaut? ( Wurde nämlich ab diesem Jahr produziert)

 

 

 

Keanu
Also den fand ich damals schon toll, während meine Freundin….
Brad Pitt
… ihn besser fand. Ich muss zugeben, dass er sich besser gehalten hat.

Welche Schauspieler fanden wir zu dieser Zeit gut?

 

 

 

 

 

 

 

Ich weiß; Fragen über Fragen, aber je länger ich nachdenke umso mehr kommt mir alles durcheinander.

Ich wäre also echt dankbar für eure Hilfe!

Danke, Danke, Danke!

Wie schwer ist es ein Buch zu schreiben?

Ganz ehrlich? Das Schreiben an sich ist nicht schwer. Ich hatte die komplette Geschichte eigentlich sehr schnell in meinem Kopf und die einzelnen Szenen und Dialoge habe ich dann während des Schreibens selber ausgearbeitet.

Wirklich schwer war es dann als ich zum ersten Mal meine (noch völlig unfertige) Geschichte Leuten zum Lesen gegeben habe. Natürlich waren das Leute, die mich kennen und für mich fühlte sich das in etwa so an, als sollte ich mich in einem Raum mit Neonlicht vor diesen Leuten nackt ausziehen. Ich fühlte mich bloßgestellt und hatte Angst, dass manches falsch interpretiert wird oder womöglich etwas hieininterpretiert wird, das gar nicht da ist.

Das fängt schon mal damit an, dass viele womöglich denken, dass mein Roman in vielen Punkten autobiographisch wäre. Was ja auch nicht unberechtigt und vor allem nicht ganz unbegründet ist. Immerhin wird meine Geschichte aus der Sicht des Mädchens, Rory, erzählt und gewisse Ähnlichkeiten zwischen mir und dieser Figur sind nun einmal nicht von der Hand zu weisen.

Rory ist groß für ihr Alter und hat lange, dunkle Haare. Ihr Kleidungsstil ist ungewöhnlich und sie hat einen Hang zu Gothik. Nun jeder, der mich kennt, wird bestätigen können, dass ich mit vierzehn genau so war. Rory ist eine Einzelgängerin und schwimmt gerne mal gegen den Strom. Auch das könnte man von mir genauso sagen

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Das bin ich mit sechzehn. Nur damit ihr euch auch was vorstellen könnt.

Aber dann wird es schon schwierig. Denn es handelt sich um einen Fantasy-Roman und da sind die Hauptfiguren immer außergewöhnlich schön, klug und interessant. Bei mir ist das nicht anders; Rory ist sehr attraktiv und hat viele Verehrer. Sie ist intelligent, interesant und schlagfertig. Sie ist selbstbewusst und ungewöhnlich selbstsicher und sie ist natürlich wirklich viel reifer als alle anderen ihres Alters und erhaben über die sonst in der Pubertät üblichen Identitätskrisen und Unsicherheiten.

Und da mache ich mir dann Sorgen, dass die Leute, die mich kennen und ganz klar die tatsächlich vorhandenen Ähnlichkeiten zwischen Rory und mir erkannt haben womöglich denken, dass ich mich nun für ebenso attraktiv, unwiderstehlich, intelligent und interessant halte, wie ich Rory beschrieben habe. Denn das ist natürlich Quatsch. (Siehe Bild!)

Das nächste Problem ist, dass Leute das Gefühl haben könnten, dass sie sich in einer der Figuren wiederfinden und sie damit aber nciht einverstanden sind oder sie da etwas missverstehen.

Das fängt schon bei der Familie an. Rorys Mutter ist verschwunden alls sie noch sehr klein war und Rory ist alleine bei ihrem Vater aufgewachsen. Ja, auch da könnte man Parallelen zu meinem Leben sehen, aber dann besteht eben die Gefahr, da etwas hineinzuinterpretieren, dass wirklich nicht da ist.

Das Verschwinden von Rorys Mutter hat nichts damit zu tun, dass ich mich verlassen fühle, sondern dient einfach dazu, die Geschichte interessanter zu machen und Rorys unabhängige Art zu erklären. Außerdem könnte es sein, dass die verschwundene Mutter noch einmal eine wichtige Rolle spielt, aber soweit bin ich noch nicht.

Dann gibt es da eine Stiefmutter, die es in meinem Leben auch gibt, die ich aber in der Geschichte ganz anders dargestellt habe. Genauso wie es zwei Großmütter gibt, von denen eine verständndisvoll und  offen und die andere ein richtiger Drachen ist. Auch das hat absolut nichts mit meinen beiden Omas zu tun. Keine der beiden Buch-Großmütter entspricht auch nur ansatzweise meinen echten Omas und man kann auch nicht von der Bezeihung, die Rory zu ihnen hat auf mich und meine Beziehung zu meinen Omas schließen.

Dasselbe gilt dann auch für Freunde und Schulkollegen von Rory. Natürlich kann ich nicht bestreiten, dass ich oft eine bestimmte, reale Person vor Augen habe, wenn ich einen Charakter erfinde. Aber wenn es dann einen Dialog oder eine Szene interessanter macht, dann wird diese Person schon mal naiver, nerviger oder zickiger als es das reale Vorbild jemals wäre.

Ich habe mich auch sehr bemüht, keine Namen von Personen aus meinem Umfeld zu benutzen, besonders nicht bei den unangenehmen Charakteren. Nur einige wenige Namen aus meinem direkten Umfeld habe ich bewußt gewählt. So kommen die Namen meiner Kinder  zumndest in veränderter Form vor und auch die Namen meiner Geschwister habe ich verwendet. Außerdem den einer Freundin, die mich aber extra darum gebeten hat, weil sie einen sehr selten Namen hat und sich desahalb freut, wenn er in meiner Geschichte vorkommt.

Natürlich ist etwas ganz anderes, wenn Fremde das Buch lesen. Die können sich denken was sie wollen. Aber bei Freunden und Familie ist meiner Ansicht nach schon eine sehr heikle Sache und ich hoffe wirklich, dass niemand sich in irgendeiner Weise falsch dargestellt fühlt, oder von der Figur der Rory irgenwelche Rückschlüsse auf mich zieht.

Eine Leseratte und drei Lesemuffel

Meine Kinder lesen nicht. Punkt.

Sie können natürlich lesen und tun das auch, wenn sie von der Schule dazu gezwungen werden. Wobei es das ganz genau trifft; für sie ist lesen nichts, das man freiwillig oder sogar mit Freude und Spaß macht. Selbst wenn ihnen mal langweilig ist, starren sie lieber an die Decke, als dass sie mal ein Buch, und sie hätten genügend schöne, interessante und auch altersgerechte Bücher, in die Hand nehmen würden. Sogar wenn sie einmal ein Buch gelesen haben (gezwungen von mir oder der Schule), das ihnen wirklich gut gefallen hat, dann ist das für sie kein Grund, es noch einmal freiwillig mit einem anderen Buch zu probieren.

Es heißt ja immer, dass man ein Vorbild sein soll. Nun, wenn ich kein Vorbild bin, wer dann? Seit ich lesen kann, ist es mein Lieblingsbeschäftigung. Meine ersten Bücher habe ich oft mehrmals hintereinander gelesen, bis ich ein neues bekommen habe. Später habe ich mir in der Bücherei regelmäßig neuen Lesestoff besorgt. Für eine Weile habe ich sogar in einem Adress-Buch nach den Autorennamen sortiert alle Bücher eingetragen, die ich gelesen habe. Ich lese oft mehrere Bücher nebeneinander; etwas Anspruchsvolles, ein Sachbuch, und eines zum Entspannen. Es gibt Bücher, die ich immer wieder lese, sowie manche Menschen immer wieder ihren Lieblingsfilm ansehen. In jeder freien Minute nehme ich ein Buch zur Hand. Sobald ich eines ausgelesen habe, bin ich fast schon nervös auf der Suche nach meinem nächsten Lesestoff und kann mich erst dann wieder entspannen, wenn ich wieder ein Buch habe, auf das ich mich freue.  Kurz; ein Leben ohne Bücher kann und will ich mir nicht vorstellen und meine Kinder haben das ja ihr ganzes Leben lang miterlebt.

Es heißt auch, man soll den Kindern vorlesen. Hab ich natürlich auch gemacht. Ich habe mich wirklich bemüht, ihnen die Helden und Abenteurer meiner Kindheit näher zu bringen. „Pippi“ natürlich, „Michel von Löneberga“ oder „Momo“. Ich habe mit ihnen die „Unendliche Geschichte“ als Film angesehen und ihnen ganz begeistert erklärt, dass Bastian alleine durch das Mitfiebern beim Lesen ein Teil der Geschichte geworden ist und dass sein Fantasie Fantasia gerettet hat. Ich wollte ihnen vermitteln, wie schön es sein kann, in so eine Geschichte ganz einzutauchen. Mit meinem älteren Sohn habe ich beim Vorlesen von „Michel“ geweint, als dieser versucht, Alfred vor der Blutvergiftung zu retten und sich deshalb ganz alleine durch den Schnee kämpft und ihn dabei fast die Kräfte verlassen.

Aber anscheinend war das alles nicht genug. Keines meiner Kinder kann meine Begeisterung für Bücher verstehen und ich habe eigentlich auch die Hoffnung aufgegeben. Auch wenn das etwas ist, dass mir fast ein wenig weh tut, weil ich denke, dass ihnen so viel entgeht.

Vielleicht werden sie ja meine Geschichte einmal lesen. Irgenwann mal. Wenn ich sie besteche…..

 

Worum geht es denn nun überhaupt?

Fairerweise sollte ich nun vielleicht mal erzählen, worum es in meiner Geschichte überhaupt geht.

Also erst einmal, es ist ein Fantasy-Roman. (Hab ich schon erwähnt, ich weiß.)Aber es kommen keine Vampire, Hexen, Elfen, Feen, Wassermänner, Halbgötter oder sonst irgendwelche Wesen aus Sagen oder Mythen vor.

Erst einmal ist eine ganz normale Liebesgeschichte. Die beiden Hauptfiguren Rory und Danny     (bei den Namen habe ich mir etwas gedacht und sie nicht zufällig ausgesucht) lernen sich scheinbar zufällig kennen und es scheint, dass lediglich der Altersunterschied, Rory ist vierzehn und Danny vierundzwanzig, ein Problem ist. Denn sonst passen sie eigentlich perfekt zusammen. Doch man erfährt schnell, dass es da noch ein Geheimnis gibt rund um die Beziehung der beiden, von dem sie selber erst einmal nichts wissen.

Im Laufe der Geschichte passieren einige seltsame Dinge und den beiden wird klar, dass irgendwas nicht stimmt mit ihnen.

Wer mehr wissen will, muss das Buch lesen…

 

Aber warum bin ich eigentlich so ein großer Fantasy-Fan? Ich habe da eine Theorie dazu, zumindest für mich.

Als kleines Mädchen träumt man von der einzig wahren großen Liebe; von dem Einen, der einen sein Leben lang glücklich macht. Aber dann wird man älter und weiser (daruf warte ich allerdings schon lange) und man weiß, dass die Realität etwas anders aussieht. Denn Liebe, oder eine funktionierende Beziehung ist nun einmal nicht einfach etwas, das einem zufällt und dann hat man das für immer und ewig. Wie heißt es: „Liebe ist kein Gefühl, sondern etwas das man tut.“ Man muss eine Beziehung pflegen und viel investieren und hat doch nie eine hundertprozentige Garantie.

Aber in einer Fantasy-Geschichte, wo es von Geheimnissen, Mysterien und unbekannten Phänomenen nur so wimmelt, da scheint es plötzlich ganz logisch, dass die Liebe dort auch anderen Regeln gehorcht. Inmitten all dieser seltsamen und unerwarteten Dinge scheint die Liebe der zwei Hauptfiguren immer das einzige zu sein, das Bestand hat und auf das man sich verlassen kann.

Und wünschen wir uns das nicht alle? Dass, egal was passiert, es etwas gibt, auf das wir uns immer verlassen können und das sich nie ändert?