Entwurf des Klappentextes

Ein arbeitsreiches Wochenende liegt hinter mir. Leider auch mit Pannen; nach zwei Stunden Korrekturen hat sich Word aufgehängt und die ganzen Änderungen waren futsch. Das Ärgerliche daran ist, dass ich natürlich nicht mehr alle Verbesserungen im Kopf hatte.

Aber morgen werde ich alle auf alle Fälle mein Manuskript hochladen; wie lange es dauert bis es als Buch dann wirklich online verfügbar ist, weiß ich noch nicht. Aber ich werde es natürlich hier dann bekannt geben.

Außerdem habe ich mich nach langem Grübeln dazu entschlossen, unter dem Pseudonym „Andrea Kai“ zu veröffentlichen. Einerseits müssen ja nicht alle Leute, die sich so auf Amazon rumtreiben, wissen wer ich nun wirklich bin und außerdem möchte ich einen Bezug zu einem bestimmten Herkunftsland vermeiden, da es für meine Geschichte auch keine Rolle spielt, wo sie stattfindet.

Und zu guter Letzt habe ich heute, und auch das hat mich viel Zeit gekostet, endlich einen Entwurf für einen„Klappentext“ geschrieben. Und den möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Für Anregungen und Tipps bin ich wirklich dankbar. Ich würde mich auch freuen, wenn ihr mir einfach eure Meinung dazu sagt, denn immerhin sind dann das Cover und diese Kurzbeschreibung die Faktoren, die einen Leser erst einmal zum Kaufen animieren. Und für mich als Autorin ist einfach sehr schwer, selber zu beurteilen, ob das nun neugierig macht, oder spannend klingt.

Rory war immer schon anders als andere Vierzehnjährige. Aber nicht einmal sie wäre jemals auf die Idee gekommen, das der um einiges ältere Danny ernsthaft Interesse an ihr haben könnte. Aber sie weiß auch nicht, dass ihre Begegnung nicht einfach Zufall, sondern Schicksal war und dass es um viel mehr geht als um eine simple Romanze. Aber als immer mehr seltsame Dinge passieren, ahnt sie doch, dass es auch etwas mit Danny zu tun hat. Aber keiner der beiden würde auf die Idee kommen, dass sie Teil eines alten Mysteriums sind.

Also was sagt ihr?

 

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Leseprobe von Dannory – Dunkle Träume

Kapitel 3

 

„Er hat sehr plötzlich mit seiner Freundin Schluss gemacht. Kann es sein, dass sie sich getroffen haben?“

„Ich weiß es nicht, aber irgendwas passiert gerade. Ich habe wieder Visionen in meinen Träumen.“

„Hat sie dir etwas erzählt?“

„Nein, wir sehen uns leider nicht mehr so oft wie früher. Es ist fast unmöglich, ihre Unabhängigkeit zu fördern und gleichzeitig zu erwarten, dass sie mir alles erzählt.“

„Unseren Romeo beschäftigt auf alle Fälle irgendwas. Er ist noch zurückgezogener als sonst.“

Einige Wochen waren seit dem Kinobesuch vergangen, aber ich träumte immer noch jede Nacht von ihm. Nun war ich wohl tatsächlich verrückt geworden. Wundern würde es wohl niemanden, denn ich war immer schon etwas anders gewesen als andere Kinder.

Ich war gerne allein, las für mein Leben gerne; nein eigentlich verschlang ich Bücher geradezu, hörte andere Musik, als die, die uns der einzige für unter-fünfzigjährige infrage kommende Radiosender vorspielte und sah mir sogar Filme an, die älter als drei Jahre waren und in denen keine Waffen vorkamen. Zu allem Überfluss sah ich auch noch anders aus. Also nicht abartig oder so. Ich war zwar etwas groß, okay etwas sehr groß für mein Alter, aber sonst sah ich eigentlich normal aus. Allerdings zog ich mich anders an. Ich trug fast ausschließlich Kleider und Röcke und die waren auch noch hauptsächlich schwarz oder zumindest sehr dunkel.

Also eigentlich hätte ich das Zeug zu einer richtigen Einzelgängerin gehabt, die von anderen Kindern entweder gemieden oder geärgert wurde. Dass dem nicht so war, hatte ich den Müttern in meiner Nachbarschaft zu verdanken. Das waren Mütter von der Sorte, die sich um alles und jeden kümmerten und dann glaubten, sie hätten das Recht, zu allem und jedem ihren Senf zu geben. Und genau diese Mütter hatten ihren Kindern von klein auf eingebläut, immer nett und brav mit mir zu spielen, weil ich ja so bemitleidenswert war. Zumindest in deren Augen.

Meine eigene Mutter hatte sich aus dem Staub gemacht, als ich noch ziemlich klein war. So klein, dass ich mich gar nicht richtig an sie erinnern konnte. Sie fehlte mir auch nicht. Wie sollte einem etwas fehlen, an das man keine Erinnerung hatte? Das behauptete ich zumindest immer. Dafür hatte ich Nana, meine Oma. Sie lebte in einer eigenen kleinen Wohnung im Dachgeschoss unseres Hauses. Solange ich klein war, hatte sie liebevoll für mich gesorgt, und als ich älter wurde, hatte sie mir Kochen und so manches andere beigebracht und sich nach und nach wieder etwas zurückgezogen. Was für mich völlig in Ordnung war. Immerhin war ich kein kleines Kind mehr und sie hatte auch ein eigenes Leben.

Das sorgte aber für die nächste Welle an Anteilnahme vom Klub der unfehlbaren Mütter und Hausfrauen. Denn nach deren Vorstellung davon, was sich gehörte, sollte sich Nana den Rest ihres Lebens aufopferungsvoll um ihren Schwiegersohn und ihre Enkeltochter kümmern und sich später verbittert darüber beklagen, dass ihr dafür niemand dankte. Nur sah Nana das etwas anders. Die war nämlich auch generell ein wenig anders. Das merkte man ja schon daran, dass sie sich von mir schon immer „Nana“ nennen ließ. Außerdem zog sie sich auch anders an als eine normale Oma und, was viel schlimmer war, sie hatte auch noch andere Interessen, als Haushalt und Küche und stand sogar offen dazu. So fuhr sie regelmäßig mit Freunden ins Theater, in die Oper und sogar auf Urlaub. Ich hatte ein Riesenglück, weil ich sie hatte, aber der Klub der unfehlbaren Mütter sah das ganz anders. In ihren Augen war ich doppelt bemitleidenswert. Weswegen mir meine seltsamen Angewohnheiten verziehen wurden und sie ihre Kinder immer wieder aufforderten, mich nicht auszuschließen.

Man sollte meinen, dass diese Kinder mich dafür hassten und mich erst recht ausgrenzten. Aber trotzdem mochten mich die Meisten ganz gerne. Was vielleicht auch damit zusammenhing, dass immer ich diejenige war, die ihnen aus der Patsche half, wenn sie wieder mal Blödsinn gemacht hatten. Entweder erfand ich für sie eine halbwegs glaubhafte Erklärung für den von ihnen angerichteten Schaden, oder ich spielte hemmungslos meinen Mitleidsbonus aus und war immer als moralische Unterstützung dabei, wenn sie bei ihren Eltern Rede und Antwort stehen mussten. Mit mir konnten sie einfach nicht so viel schimpfen, weil ich ja keine Mutter hatte und meine Oma seltsam war. Es war für den Mütter-Klub also nicht verwunderlich, dass ich ab und zu etwas über die Stränge schlug und ihre ach so unschuldigen Kinder dazu verleitete, bei meinen Dummheiten mitzumachen.

Kurz gesagt, ich war immer schon ein wenig anders gewesen und musste diesen Müttern wahrscheinlich tatsächlich dafür dankbar sein, dass ich keine komplette Stubenhockerin und Außenseiterin war, sondern trotz meiner Vorliebe für Bücher auch noch Ahnung hatte von Lagerbauen, Bandenkriegen und Jungs im Allgemeinen. Allerdings ging meine Dankbarkeit nicht soweit, den Müttern zu verzeihen, dass sie glaubten, sie hätten das Recht, sich überall ungefragt einzumischen. Besonders eine, die Mutter von Max, dem sprichwörtlichen Jungen von nebenan, tat sich dabei ganz besonders hervor. Sie schien es sich zu ihrer Lebensaufgabe zu machen, sich in alles, was mein Leben betraf, ungefragt einzumischen und auch noch ihre heuchlerischen Kommentare dazu abzugeben. Nur zu gerne hätte ich sie öfter mal daran erinnert, dass Jesus damals auch eine Art Rebell war, sonst hätte er wohl kaum eine neue Religion gründen können. Oder dass Toleranz und Respekt eigentlich ein Teil jenes Glaubens waren, den sie immer wie eine Art Schutzschild und oft sogar wie eine Waffe benutzte. Aber ich hatte schnell gelernt, dass man mit solchen Leuten nicht ernsthaft reden konnte. Sie hatten ihre Sicht der Dinge und wollten sie gar nicht anders sehen.

Wie auch immer; mir wurde also immer schon prophezeit, dass ich seltsam oder sogar verrückt werden würde. Aber ich hatte eher an „verrückt“ im Sinne von „anders“ gedacht. Dass ich aber tatsächlich so richtig verrückt werden würde, überraschte mich nun doch. Denn ständig an einen Mann zu denken, den ich nicht kannte, war schließlich verrückt. Diesen Mann zu vermissen war noch viel verrückter. Und nun auch schon zu glauben, dass ich seine Stimme hörte, und das am helllichten Tag, das war geradezu besorgniserregend. Aber genau das passierte, an einem warmen Spätherbsttag als ich mein Gesicht mit geschlossenen Augen in die Sonne hielt, während ich auf einer Parkbank sitzend auf Caro wartete. Erst glaubte, ich zu träumen als ich seine Stimme hörte, die ich sofort wieder erkannt hatte.

„Darf ich mich kurz zu dir setzen?“, fragte diese Stimme sanft.

Ich ärgerte mich darüber, dass ich mich jetzt anscheinend gar nicht mehr unter Kontrolle hatte und schon mitten am Tag wild vor mich hin fantasierte.

„Ähm, hallo!“

Die Stimme klang jetzt ein wenig unsicher. Erschrocken blinzelte ich kurz und sah tatsächlich IHN. Oh Gott, er war es wirklich. Sofort schoss mir die Röte ins Gesicht und ich richtete mich verlegen auf.

„Anscheinend ist die Sonne noch sehr stark.“, meinte er ironisch grinsend mit Blick auf mein rotes Gesicht.

Machte er sich etwa lustig über mich? Doch er lächelte entschuldigend. Das und die Tatsache, dass er unheimlich gut aussah, sorgten dafür, dass ich ihm sofort verzieh. Und wie gut er aussah! Das war mir bei unserer ersten Begegnung gar nicht so aufgefallen. Denn da hatte ich mich ja nicht von seinen Augen losreißen können. Er sah nicht auf so eine auffällige oder aufdringliche Weise gut aus, die sich bei näherer Betrachtung abnützte, weil man sah, dass die Haut ein wenig zu Solarium-gebräunt, die Brauen ein wenig zu akkurat gezupft, der Bart zu exakt getrimmt und die Haare zu unnatürlich gesträhnt waren. Nein, er war einer von denen, deren Aussehen erst nach und nach immer mehr Wirkung zeigten und einen damit dann fast umhauten oder in Ehrfurcht erstarren ließ.

Seine Haut war sehr blass, fast so wie meine und seine kurzen Haare waren ebenso schwarz wie meine im Winter immer waren. Seine großen hellgrauen Augen bildeten einen starken Kontrast zu seinen ebenfalls schwarzen und extrem langen Wimpern und den dichten schwarzen Augenbrauen. Er hatte hohe, ausgeprägte Wangenknochen, eine scharf geschnittene Nase und ein markantes Kinn. Irgendwie hatte er was Gefährliches, Unnahbares an sich. Und nicht zuletzt, war er genau mein Typ.

Trotzdem sollte ich mich ein wenig zusammenreißen. Er war sich seines guten Aussehens wahrscheinlich ohnehin mehr als bewusst, da musste ich ihn nicht auch noch so offensichtlich anschmachten. Doch als ich versuchte wegzusehen, fühlte ich mich sehr eigenartig. Es schien fast wehzutun, ihn anzusehen. Alles an ihm wirkte so, ich wusste nicht, wie ich das am besten ausdrücken konnte, so intensiv. Und doch musste ich mich zwingen, endlich den Blick von ihm abzuwenden. Als ich es doch geschafft hatte, bekam ich plötzlich am ganzen Körper eine Gänsehaut und zog mir meine Weste enger um den Körper.

„Darf ich?“, fragte er auf den Platz neben mir deutend.

Gut, er schien nicht bemerkt zu haben, wie eigenartig ich mich benahm. Obwohl, ich hatte mich ja beim letzten Mal auch schon seltsam benommen; womöglich dachte er, dass das mein normales Verhalten wäre. „Sicher, setz dich. Ich warte auf eine Freundin, aber ich bin viel zu früh dran.“, brachte ich mit höchster Konzentration hervor.

Nun starrte er mich interessiert an, aber ich wagte es nicht, seinen Blick zu erwidern. Irgendwie hatte ich Angst davor. „Wie heißt du?“, fragt er mich dann auf einmal.

„Rory.“ Ich wusste genau, was gleich kommen würde und eigentlich wäre ich ihm zuvor gekommen, aber meine sonstige Schnelligkeit im Umgang mit Worten war verschwunden. Ich musste mich schon konzentrieren, um überhaupt auf seine Fragen antworten zu können.

„Rory? Ist das dein richtiger Name?“

„Eigentlich heiße ich Aurora. Aber ich bevorzuge Rory.“

„Aurora? Die Morgenröte!“

Erstaunt sah ich ihn an. „Wirklich? Das wusste ich nicht. Der Name stammt aus einem Lieblingsbuch meiner Mutter. „Auroras Anlass“ von Erich Hackl.“

„Und magst du das Buch auch?“, fragte er mich offensichtlich überrascht.

„Oja, es gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Und es ist eindeutig das Buch mit dem besten ersten Satz.“

„Der lautet…?“

„Eines Tages sah sich Aurora Rodriguez veranlasst, ihre Tochter zu töten.“, zitierte ich.

„Wow, das ist tatsächlich ein starker erster Satz. Was gehört noch zu deinen Lieblingsbüchern?“

„Puh, viel zu viele. Im Moment lese ich die „Die Päpstin“, aber das regt mich zu sehr auf. Ich könnte wahnsinnig werden vor Wut, wegen der Vorstellungen, die damals über Frauen herrschten.“

Gott sei Dank, bezüglich meiner kommunikativen Fähigkeiten war doch noch nicht alles verloren, aber ich war erstaunt darüber, wie gut ich mich nun mit ihm unterhalten konnte. Vor allem wenn man bedachte, dass er mich extrem nervös machte. Außerdem war ihm gegenüber relativ offen, während ich bei den meisten Leuten sonst immer Sarkasmus wie ein Schild vor mir hertrug. Allerdings fühlte es sich so an, als ob ich ihn schon ewig kennen würde. Dabei wusste ich noch nicht einmal, wie er hieß. Aber das konnte ich ändern. „Und hast du auch einen Namen?“

„Oh entschuldige. Das war etwas unhöflich von mir, aber unser Gespräch hat mich abgelenkt. Mein Name ist Danny. Eigentlich Dante, aber alle nennen mich Danny.“

Nun zog ich spöttisch die Augenbraue hoch und musterte ihn noch einmal. „Dann war deine Mutter wohl ein Fan der „Göttlichen Komödie“?“

Wieder sah er mich überrascht an. Na gut, nach unserer letzten Begegnung war es wahrscheinlich kein Wunder, dass er mich für etwas zurückgeblieben hielt, so wie ich mich da benommen hatte. „Das glaube ich nicht. Es liegt eher daran, dass mein Vater Italiener ist. Aber sag bloß, dass du das auch gelesen hast? Womöglich ist das auch ein Lieblingsbuch?“ Dabei ging seine Augenbraue wieder fragend nach oben.

„Oh nein! Ich habe mal begonnen, es zu lesen, aber das war mir dann zu anstrengend. Ich habe nach wenigen Kapiteln aufgegeben.“

„Du liest also viel?“

Er schien ehrlich interessiert. Warum auch immer. Und ich war aus naheliegenden Gründen erpicht darauf, das Gespräch am Laufen zu halten.

„Viel zu viel.“, antworte ich ihm. „In eine andere Geschichte einzutauchen ist immer wie eine kleine Flucht aus der Realität. Manchmal würde ich gerne noch länger in dieser anderen Welt bleiben und es fühlt sich dann fast wie ein Abschied an, wenn die Geschichte dann zu Ende ist.“

Hatte ich das gerade wirklich zu einem praktisch Fremden gesagt? Ich war sonst nicht so offen aber nun ertappte ich mich dabei, dass ich sogar noch weitersprechen wollte, aber dann schwieg ich doch lieber. Genau wie Danny. Ich spürte seine Blicke auf mir, schaffte es aber nicht, ihn anzusehen. Ich genoss jede Sekunde mit ihm, aber gleichzeitig hatte ich Angst. Ich fürchtete mich vor dem Moment, wenn er aufstehen und gehen würde. Und das würde passieren, ganz sicher. So unerfahren ich war, spürte ich trotzdem, dass er mich mochte. Aber mir war auch klar, dass er mich für älter halten musste, als ich war. Jeder schätzte mich älter ein. Ich wusste nicht, ob es an meiner Größe oder meiner Art lag, aber es war nun einmal so.

„Rory?“

Noch einmal sah ich ihn an. Ich wollte mir alles genau einprägen. Allerdings fiel es mir schwer, mich zusammen zu reißen, da mich plötzlich eine noch nie erlebte Panik erfasste. Mein Herz fühlte sich an, als würde es von einer Riesenfaust zusammengepresst werden und gleichzeitig schlug es Saltos in meiner Brust. Danny wollte gerade etwas sagen, stoppte dann aber und sah mich fragend an. Konnte er es mir ansehen? Das wurde ja immer schlimmer mit mir!

„Könnten wir uns wieder einmal treffen?“, fragte er dann und mein wild schlagendes Herz beruhigte sich wieder etwas, aber ich wusste nicht, was ich darauf sagen sollte. Jede Faser meines Körpers schrie ja, aber mir war auch klar, dass ich erst noch etwas klären musste. Und dass ich ihn dann vermutlich nicht mehr wieder sehen würde. „Warum?“, stieß ich hervor.

„Warum was?“

„Warum willst du mich wieder sehen?“, beharrte ich.

„Wenn ich das nur wüsste!“ Verzweifelt sah er zum Himmel hinauf. „Ich weiß es wirklich nicht. Aber ich muss einfach. Bitte! Sag mir nur wann und wo. Ich möchte mich so gerne mit dir unterhalten. Vielleicht finde ich dann endlich heraus, warum ich …. Ach, ich weiß es einfach nicht!“

„Wie alt bist du?“, fragte ich jetzt endlich.

Meine Frage schien ihn zu verwundern.

„Vierundzwanzig.“, antwortete er stirnrunzelnd.

„So etwas dachte ich mir schon“, murmelte ich enttäuscht. „Was glaubst du, wie alt ich bin?“, fragte ich ihn dann herausfordernd.

Abschätzend sah er mich an und kurz sah ich Verunsicherung in seinen Augen flackern. „Nun das ist natürlich immer schwer zu sagen, aber ich würde dich auf zwanzig schätzen. Oder neunzehn?“, fragte er mich.

Neunzehn also. Ich seufzte. Wenn es nur so wäre!

„Und, wie alt bist du nun?“, wollte er jetzt natürlich wissen.

Ich wagte kaum ihn anzusehen, aber dann straffte ich meinen Rücken und hob meinen Kopf. „Ich bin vierzehn.“

Der Schock war ihm sofort anzusehen. Sein Gesicht wurde ausdruckslos und sah nun seltsam beängstigend aus. Aber vielleicht auch nur für mich, weil ich Angst hatte vor dem, was unweigerlich kommen würde.

„Wow, das habe ich nicht erwartet.“, brachte er mühsam hervor.

Mir war klar, dass er mich nun sicher nicht wiedersehen wollte. Und ich hatte recht. Er stand einfach auf und ging.

Bald ist es soweit!

Heute ist der 25. November 2014 und wenn alles gut geht, dann kann ich mein Werk Anfang Dezember veröffentlichen. Natürlich hat das alles länger gedauert als geplant; aber ist das nicht immer so?

Vor mehr als vier Jahren habe ich ganz spontan und völlig ohne Plan begonnen, eine Geschichte niederzuschreiben. Ursprünglich war da nur eine ganz einfache Idee. Nachdem ich ungefähr zehn Word-Seiten geschrieben hatte, habe ich noch einmal komplett von vorne angefangen, weil mir während des Schreibens erst die Idee gekommen ist, auf die sich meine Geschichte nun gründet.

Da ist dann in mir der Wunsch gereift, nun tatsächlich daraus ein Buch zu machen. Nach und nach hat sich die Handlung entwickelt, die Figuren haben ihre Persönlichkeit bekommen und zu der ursprünglich klischeehaften Geschichte habe ich einige spannende und nicht so vorhersehbare Nebenstränge entwickelt.

Ich habe im Geiste Dialoge geführt, habe versucht, mich in die Protagonisten hineinzuversetzen und habe auch da schon anderen von meinen Schreibversuchen erzählt. Gleichzeitig habe ich begonnen meine Lieblingsbücher mal aus der technischen Sicht zu betrachten und versucht herauszufinden, was mir gerade an diesen Büchern so gut gefällt.

Als die Geschichte dann immer umfangreicher wurde; ich war da schon bei 100.000 Wörtern, habe ich mich getraut, mein Werk einmal einigen Bekannten zum Lesen zu geben. Allerdings habe ich einfach zwei Teile daraus gemacht, weil ich ja noch nicht fertig war. Ich habe auch eigentlich nichts überarbeitet, sondern habe es direkt so ausgedruckt und weitergegeben. Die Reaktionen waren durchaus positiv, aber gut das waren auch Freunde.

Dann habe ich mal ganz lange Zeit nichts damit getan. In meinem Leben gab es einige Veränderungen, die mich genug auf Trab hielten. Doch irgendwann habe ich wieder begonnen weiterzuschreiben. Und während ich eigentlich den zweiten Teil fertigstellen wollte, sind mir einige Ideen gekommen, die es aber nötig gemacht haben, den ersten Teil noch einmal zu verändern. Erst wollte ich nur einige Dinge ändern oder ergänzen, aber dann habe ich den ersten Teil praktisch noch einmal neu geschrieben. Was aber ganz gut war, denn vieles hat mir selber gar nicht mehr gefallen.

In der Zwischenzeit hatte ich mich auch mit dem Thema „Selfpublishing“ beschäftigt und ziemlich viel recherchiert. Damit kann dann der endgültige Entschluss, tatsächlich ein Buch zu veröffentlichen. Da ich es nach wie vor eher als Hobby sehe, bin ich nicht bereit Geld in einen Lektor zu investieren, obwohl einem das von allen geraten wird. Aber wie gesagt, es ist ja nur ein Hobby und ich will es zwar so gut wie möglich machen, aber nicht viel Geld dafür ausgeben. Also habe ich mir eine Rechtschreib-Software gegönnt, die wirklich viele Fehler, auch beim Satzbau gefunden, hat. Und ich habe mir eine Anleitung zum Lektorieren gekauft, die von einigen Selfpublishern empfohlen wurde. Ich habe dann mein Buch unter den verschiedenen Gesichtspunkten noch einmal überarbeitet. Ich habe mich auf Dialoge, überflüssige Adjektive und glaubhafte Protagonisten konzentriert und versucht, meinem eigenen Werk gegenüber  kritisch zu sein.

Dann habe ich das Manuskript noch einmal in ausgedruckter Form zwei Testlesern gegeben, die auch noch einige Fehler gefunden haben. Ich habe also noch einmal alles überarbeitet bzw. bin ich gerade mitten drinnen. Ich könnte wahrscheinlich das Ganze noch zig Male umschreiben und korrigieren und würde immer wieder etwas finden, das ich ändern möchte. Aber ich habe mir nun eine Deadline gesetzt, denn sonst werde ich nie fertig.

Eine gute Freundin ist Grafikerin und hat auch schon einen Erstentwurf für das Cover gestaltet. Daran werden wir noch arbeiten und dann werde ich es endlich wagen und mein Werk als Ebook und Taschenbuch auf Amazon und einem weiteren Distributor veröffentlichen.

Diese Woche werde ich hier noch eine Leseprobe präsentieren und euch auf allen möglichen Wegen informieren, wenn es dann soweit ist.

arbeiten und dann werde ich es endlich wagen und mein Werk als Ebook und Taschenbuch auf Amazon und einem weiteren Distributor veröffentlichen.

Diese Woche werde ich hier noch eine Leseprobe anbieten und euch auf allen möglichen Wegen informieren, wenn es dann soweit ist.