Welttag des Buches

Torte

Vor 20 Jahren hat die UNESCO den 23. April zum »Welttag des Buches« erklärt. (Das ist übrigens auch der Todestag von William Shakespeare.)

 Schon immer haben Menschen versucht, ihre Geschichten auf irgendeine Art und Weise weiterzugeben. Es gibt viele Wege, eine Geschichte zu erzählen: mit gemalten Bildern, Fotos, Musik, Filmen oder mit Wörtern. Für mich persönlich, ist das immer noch der beste Weg dafür.
Wenn ich eine Geschichte lese, kann ich mir alles vorstellen, wie ich es will. Wie jemand aussieht, spricht, klingt. Wie man sich vielleicht selber in so einer Situation verhalten würde oder wie man sich wohl fühlt, wenn man so etwas erlebt. Ich kann alles erleben, was ich will und dabei neue Erfahrungen machen. Ich kann mit Atréju Fantasia vor dem Nichts retten, mit Momo gegen die Grauen Herren kämpfen, mit Katniss versuchen, zu überleben, mit Gwendolyn in die Vergangenheit reisen und, und, und….
Mir tun alle Menschen leid, die Geschichten, auf welche Art sie auch immer erzählt werden, nicht zu schätzen wissen. Wie viele Leute gibt es, die jegliche Beschäftigung mit Kunst, und darauf läuft das Vermitteln einer Geschichte schlussendlich immer hinaus, als Zeitverschwendung abtun. (Darüber habe ich schon einmal geschrieben: https://wordpress.com/post/68761064/143/)
Es gibt dazu dieses wunderbare Kinderbuch, das den Wert von Kunst meiner Ansicht nach sehr gut erklärt: »Frederick« von Leo Lionni.
Darin geht es um Mäuse, die alle fleißig Vorräte für den Winter sammeln. Nur Frederick sammelt nicht Nüsse, Samen und Körner, sondern Sonnenstrahlen, Farben, Töne und Geschichten. Die anderen Mäuse verurteilen ihn erst dafür, aber als der lange, kalte Winter kommt, sind die Mäuse zwar satt, aber sehr unglücklich, weil ihnen der Sommer fehlt. Doch dann erzählt Frederick von warmen Sonnenstrahlen, bunten Farben und singt die Lieder der Vögel. So vergeht der lange Winter viel schneller und den Mäusen geht es besser.
Es ist natürlich wichtig und notwendig, dass »sinnvolle Arbeit« erledigt wird, aber ohne so »sinnlosen« Dingen, wie Büchern, Musik und Bildern, wäre unser Leben so viel ärmer.
Außerdem können Geschichten nicht nur unser Leben bereichern, sondern uns auch die Augen für fremde Welten öffnen. Ob wir nun Geschichten von vergangenen Zeiten, fremden Kulturen oder gar erfundenen Welten lesen; sie alle erweitern unseren Horizont und helfen uns, auch über unseren eigenen Tellerrand zu blicken.
In diesem Sinn: Ein Hoch auf alle Bücher!

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