Langsam mag ich nicht mehr

Okay, schön langsam nervt es mich. Ich komme bei der Korrektur von »Dannory – Dunkle Geheimnisse« einfach nicht weiter. Es zieht sich wie Kaugummi und meine Motivation wird immer weniger.
Natürlich möchte ich den zweiten Teil endlich veröffentlichen. Immerhin fragen mich schon viele danach. Aber in erster Linie will ich fertig werden!
An Teil eins und zwei sitze ich nun schon seit fünf Jahren. Nicht ständig, klar. Aber selbst wenn ich gerade nicht daran gearbeitet habe, war es dennoch in meinem Kopf. Andauernd!
Was mich manchmal fast wahnsinnig macht, ist das Wissen, dass ich es nun viel besser könnte. Beim zweiten Teil konnte ich wenigstens schon einiges von dem umsetzen, was ich in den letzten Jahren gelernt habe. Aber wenn ich nun noch einmal durch den ersten Teil blättere, juckt es mich einerseits in den Fingern, alles noch einmal neu zu schreiben, aber andererseits kann ich das alles nicht mehr sehen.
Ich will nicht mehr an Sätzen herumfeilen, die ich schon vor Jahren geschrieben habe. Wenn ein Satz schon niedergeschrieben dasteht, dann sieht man oft gar nicht, woran es hakt. Man spürt zwar, dass es besser ginge, aber man erkennt meistens wirklich den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Es ist ungefähr so, als ob ich als fast Ahnungsloser begonnen hätte, ein Haus zu bauen. Manches habe ich vielleicht instinktiv richtig gemacht, anderes zwar nicht ganz falsch, aber man hätte es doch viel besser machen können. Da das Haus nun aber schon steht, fehlt mir die Vorstellung dafür, was man noch ändern könnte, da ich vieles nun als gegeben hinnehme.
Während des Bauens habe ich wahnsinnig viel gelernt. Learning by Doing eben. Wahrscheinlich wäre es mit dem Wissen, das ich nun habe, wirklich besser gewesen, das ganze Ding noch einmal einzureißen und wieder neu zu bauen. Und diesmal aber gleich besser.
Obwohl womöglich nicht einmal das helfen würde, weil das Haus im Kopf ja trotzdem noch da ist. Man kennt das ja; man scheut sich dann, doch all zu vieles anders zu machen, weil das alte ja doch irgendwie funktioniert hat.
Aber gerade deshalb freue ich mich schon darauf, den dritten Teil zu schreiben. Und das, obwohl ich gerade so darüber jammere, dass das Korrigieren und Überarbeiten so viel Arbeit macht und ich schon total genervt bin?
Ja, gerade deshalb. Ich möchte endlich mein mühsam zusammengetragenes Wissen von Anfang an umsetzen und gleich von Beginn weg viele Fehler vermeiden. Ich möchte endlich herausfinden, was denn nun wirklich mein Stil ist und ob mir die Jahre des Dazulernens auch tatsächlich so viel bringen, wie ich mir das nun einrede.
Natürlich werde ich auch nicht gleich wieder losschreiben. Ich bin wirklich froh, wenn ich beim Anblick meines geduldig wartenden Computers nicht sofort Schuldgefühle bekomme, weil ich ja eigentlich an der Korrektur oder Überarbeitung sitzen sollte und meinem Zeitplan schon lange hinterherhinke.
Aber ich kenne mich; nach einer kleinen Schaffenspause werden sich die Geschichten in meinem Kopf wieder türmen und nun wo ich halbwegs weiß, wie ich sie am besten auf das Papier bringen kann, wird mein Computer sicher nicht allzu lange warten müssen, bis ich wieder den leeren Bildschirm mit Wörtern fülle.
Aber nun Schluss damit; »Dannory – Dunkle Geheimnisse« muss schließlich erst noch fertig werden, bevor ich mir Gedanken über das nächste Buch machen kann.

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