Kapitel 20

»Aber bitte, kein Wort zu irgendwem! Vor allem nicht zu ihr!«, meinte ich mit einem Blick zu Laura, die nun gerade auf uns zukam.

»Was denkst du von mir? Du solltest mich besser kennen. Das hättest du mir nicht erst sagen müssen«, entrüstete sich Caro.

Übertrieben entsetzt sah Laura mich an. »Du sprichst! Am Morgen! Schon vor der ersten Pause! Ich fasse es nicht. Was ist nur mit dir geschehen?«

Wir antworteten beide nicht, sondern gingen schweigend in die Klasse an unseren Platz. Laura ließ sich wie üblich nicht abwimmeln und setzte sich auf unseren Tisch. Völlig ungeniert starrte sie mich an. Dann fuchtelte sie mit ihrem Zeigefinger so wild vor meinem Gesicht herum, dass ich erschrocken zurückwich. »Hah, jetzt kannst du es aber nicht mehr leugnen, dass da irgendwas mit einem Jungen läuft. Hab ich recht?«

»Ich weiß nicht, wovon du redest. Ich interessiere mich nicht für Jungs. Die sind mir zu unreif.«

Caro verschluckte sich neben mir gerade an ihrem Tee und konnte nur mit Mühe einen Lachanfall unterdrücken. Laura musterte mich weiter argwöhnisch.

»Aber irgendwas ist da los. Du strahlst heute irgendwie und normal bist du um diese Zeit noch nicht ansprechbar. Aber wenn da doch was mit jemandem läuft, dann bekomme ich das sowieso raus, das ist euch doch klar? Ihr könntet mir auch gleich sagen, wer es ist.«

»Mein Gott, wer würde schon was mit einem Freak wie Rory anfangen«, mischte sich Melanie wieder einmal ungefragt ein.

»Wer da der Freak ist«, murmelte Caro und Laura war zwar oft eine Nervensäge, aber in solchen Situationen konnte man sich auf sie verlassen.

»Ach wie läuft es den mit deinen Plänen, was diesen Typen aus der Zeitung angeht? Weißt du schon, in welches Fitnessstudio er geht?«, fragte sie Melanie mit zuckersüßer Stimme.

Aber die blieb davon unbeeindruckt und sagte mit nicht nachvollziehbarem Selbstbewusstsein: »Nein, aber ich habe mich in seiner Firma als Ferialpraktikantin beworben und habe schon eine Zusage bekommen. Da werde ich ihn dann sicher kennenlernen.«

Nun war ich diejenige, die sich verschluckte. Melanie sah mich verächtlich an. »Und kommt ja nicht auf dieselbe Idee. Euch würden sie sowieso nicht nehmen. Man braucht schon eine gewisse Reife dafür.« Sie warf ihre Haare schwungvoll zurück und stolzierte wie eine Königin an uns vorbei. Laura sah ihr kopfschüttelnd nach, während mir Caro noch immer auf den Rücken klopfte. Aber weniger, weil ich immer noch hustete, als mehr zur Beruhigung.

»Wenn du mich nur ein kleines bisschen magst, dann sorg bitte dafür, dass ich dabei bin, wenn sie dich zum ersten Mal mit deinem Freund sieht. Das Gesicht muss ich unbedingt sehen«, raunte mir Caro zu.

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