Gebt mir ein paar Sternchen!

Rezensionen sind für Self-Publisher wie mich sehr, sehr, sehr wichtig. (Habt ihr das „SEHR“ bemerkt?) Erstens weil wir so etwas Feedback bekommen und erfahren, was euch gut  oder auch weniger gut gefallen hat. Ich finde es auch immer sehr spannend, wie unterschiedlich vieles wahrgenommen wird. Was dem einen ganz besonders gefällt, mag der andere überhaupt nicht und umgekehrt.

Es braucht auch gar nicht viele Sätze oder eine großartige Begründung. Ein paar Worte und eben die Sterne genügen schon vollkommen. Ein Stern mit „Grottenschlechtes Buch“ muss es zwar auch nicht unbedingt sein, aber selbst das würde schon helfen.

Denn die Sichtbarkeit von Self-Publishern kann man durch Verkaufszahlen und eben Rezensionen erhöhen. Was dann ja fast wieder ein Teufelskreis ist.

Darum hier noch einmal meine Bitte: Wenn ihr mein Buch gelesen habt und es euch auch nur ansatzweise gefallen hat, dann lasst mir bei Amazon und Thalia, Weltbild, Hugendubel, etc. ein paar Sternchen da! Weil bald Weihnachten ist und da alles ein wenig mit Sternen dekoriert wird, schmückt bitte auch meine Bücher damit.

Soviel Zeit braucht ihr dafür nicht und ihr macht mir eine große Freude. Das gilt natürlich auch für alle anderen Autoren, ob Self-Publisher oder Verlagsautor. Es gibt nichts Schöneres für einen Autor, als zu erfahren, dass man jemanden mit seiner Geschichte eine Freude machen konnte.

Ach ja, an dieser Stelle noch ein riesengroßes Dankeschön, an alle, die mir schon das eine oder andere Sternchen gegeben haben. Ich habe mich über jeden dieser Sterne sehr, sehr, sehr (merkt ihr was „SEHR“) gefreut.

November-Blues

Ich bringe im Moment gar nichts auf die Reihe. Eigentlich hätte ich die Geschichte von Sofia schon in meinem Kopf, aber ich komme einfach nicht zum Schreiben.
Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, ist es schon dunkel. Dann koche ich was, seh mir die Hausübung der Kinder an und dann ist der Tag auch schon vorbei. Gefühlt zumindest. Schon um 7 würde ich mich am liebsten mit einem Buch oder einer guten Serie auf die Couch legen und von dort gleich ins Bett gehen.
Ich habe keine Lust mit Leuten zu reden. Ich kann mich nicht dazu aufraffen, meine Freunde anzurufen, geschweige denn, sie zu treffen. Auch meine Familie (besonders die Kinder) würde ich am liebsten mal für ein paar Tage einfach wegbeamen.
Aber ich kenne solche Phasen schon und weiß, dass sie wieder vorbeigehen. Und ich weiß, dass mein Körper und meine Seele solche Phasen brauchen.
Also schalte ich eben einen Gang zurück und mache mir selber keinen Stress. Ich weiß genau, dass die Motivation wieder zurückkommt, wenn ich das mit dem Faulsein fast schon ein wenig übertreibe. Irgendwann kommt immer der Punkt, an dem ich mich wieder voller Energie in eine Aufgabe stürze. Sei es das große Kekse-Backen, der Alles-wird-aus-den-Kästen-geräumt-Wohnungsputz oder eben mein neues Buch.
Dann bin ich voller Pläne, Ideen und Vorschläge.
Solange bis ich wieder mal Pause brauche.

Fassungslos, sprachlos, ratlos, ….

Gestern Abend habe ich wieder einmal »Avatar – Aufbruch nach Pandora« im Fernsehen gesehen. Natürlich ist mir klar, dass es eine erfundene Geschichte ist. Aber leider ist es aber so ähnlich immer wieder in der Geschichte der Menschheit geschehen. Die Eroberung Amerikas, oder auch die vieler anderer Kolonialgebiete, ist ja im Grunde nicht anders abgelaufen.
Und immer wenn ich etwas darüber lese oder eben einen Film zu diesem Thema sehe, macht mich das fassungslos, sprachlos, ratlos.
Die Vorstellung, in ein fremdes Land zu kommen und ganz selbstverständlich davon auszugehen, dass man nun das Recht hat, es zu besiedeln und auszubeuten ist absurd. Noch absurder ist es, dass die Menschen, denen es eigentlich gehört, dann zu Feinden erklärt werden. Diese Menschen als Wilde, Barbaren oder was auch immer zu verteufeln, nur weil sie es doch tatsächlich wagen, sich dagegen zu wehren, dass ihnen ihr Land genommen wird, sie aus ihrer Heimat vertrieben werden oder ihr Lebensraum zerstört wird, ist so dermaßen absurd, dass mir dafür jegliche Vorstellung fehlt.
Wie arrogant müssen, zum Beispiel, die Europäer in ihrem Kolonisationswahn gewesen sein, zu glauben, dass ihnen dieses fremde Land mehr zustehen würde als den ursprünglich dort Lebenden? Wie arrogant zu denken, dass sie ein Anrecht darauf hätten, weil sie was waren? Weiß, Christen, »gebildete« Europäer, …? Und wie unverschämt war es, die Ureinwohner brutale Barbaren zu schimpfen, nur weil sie sich wehrten. Nur weil sie andere Ansichten hatten, einen anderen Glauben, andere Lebensmodelle. NUR WEIL SIE ANDERS WAREN!
Wie gesagt, ich kann mir kaum vorstellen, wie ein normaler, halbwegs intelligenter, mitfühlender Mensch auch nur auf die Idee kommt, dass er sich so benehmen könnte. Ich kann es einfach nicht. Ich komme einfach nicht darauf, wie man so arrogant, eingebildet, vermessen, engstirnig, egoistisch, gierig, ohne jegliches Mitgefühl sein kann. Egal wie ich es drehe und wende, aus welchem Blickwinkel ich es betrachte, ich begreife es einfach nicht.
Ich gehe doch auch nicht einfach in das Haus eines anderen, weil es mir gefällt, und erkläre den eigentlichen Besitzer und Bewohner zum Feind, nur weil er etwas dagegen hat, dass ich es ihm nehmen will! Oder komme auf die Idee, ihm das Haus wegzunehmen, weil er rote Haare hat und ich nicht. Ich meine, niemand würde das tun? Oder?
Leider schon. Leider ist so etwas schon viel zu oft geschehen und es geschieht immer noch.
Als ich heute Morgen ich in den Nachrichten dann von den schrecklichen Anschlägen in Paris hörte, war ich wieder fassungslos, sprachlos, ratlos. Auch diese Anschläge sind so absurd, so unvorstellbar, so……
Nein, ich werde es nie verstehen und in meinem Kopf hämmert dieses eine Wort: »WARUM?«

Meint ihr etwa mich?

Als ich das erste Buch veröffentlicht habe, war mir schon klar, dass es schwer werden würde, in der Fülle der vielen E-Book-Veröffentlichungen nicht unterzugehen. Daher habe ich versucht, realistisch zu bleiben. Ich habe mir zwei Ziele gesetzt: Auch von „fremden“ Menschen ein Lob zu bekommen und dass Leute mein Buch kaufen, weil sie es, von sich aus und ohne Werbung, so interessant finden, dass sie dann auch Geld dafür ausgeben.

Diese Ziele habe ich nun nach fast einem Jahr auch tatsächlich erreicht. Und jetzt, wo das passiert, was ich mir gewünscht habe, kann ich es nicht glauben.

Leute haben mich gefragt, wann endlich der zweite Teil kommt, weil sie schon darauf gewartet haben.

Ich bekomme immer wieder begeistertes Lob für meine Geschichte.

Wildfremde Menschen folgen mir in den diversen sozialen Medien; aber nicht, weil ich sie zuvor dazu eingeladen habe, sondern weil ihnen mein Buch so gefallen hat.

Ich werde gefragt, ob die Geschichte von Rory und Danny noch weitergeht.

Ich werde gebeten, ein paar hilfreiche Worte an angehende Autoren zu richten.

All diese Dinge lassen mich meistens ungläubig dastehen und ich frage mich dann immer, ob da wirklich ich gemeint bin. Ich drehe mich dann gedanklich um und schaue mal, ob vielleicht „ein richtiger Autor“ hinter mir steht, der eigentlich gemeint ist.

Natürlich finde ich meine eigene Geschichte gut, aber dass andere sie auch toll finden, kann ich immer noch nicht wirklich glauben. Und dass es wirklich Leute gibt, die darauf warten, dass ein neues Buch von mir erscheint, ist auch unfassbar.

Natürlich freue ich mich über das Lob, fühle mich geehrt, wegen des Interesses, aber gleichzeitig fühle ich mich wie eine Hochstaplerin. Aber vielleicht gehört das ja dazu. Oder gibt es Menschen, die das Lob, das Interesse und die netten Worte einfach als selbstverständlich und verdient hinnehmen? Nun, ich bin da nicht so. Ich wundere mich über all das und freue mich dann aber riesig darüber. Über jede neue begeisterte Rezension, über das Interesse an mir und meinen Büchern, über jedes Like und jedes Teilen. So sehr, dass ich jedes Mal fast platzte und nicht weiß, wohin mit all der Freude.

Aber ich weiß dann wirklich, dass es sich gelohnt hat. Ich habe den Versuch gewagt, mich etwas getraut und bin reichlich belohnt worden.

Danke an all die Menschen, die mir ihre Begeisterung und ihr Lob auch gezeigt haben!