Verzeihen ist die schwerste Liebe

Wie kann Rory Danny überhaupt verzeihen? Nach allem was geschehen ist.

»Das erklärt immer noch nicht, was du hier machst“, erwiderte ich scharf.

Sofort wurde sein Gesicht ernst und er senkte den Kopf. Als er mich wieder ansah, war sein Blick voller Reue und er lächelte unsicher.

»Ich bin hier, weil ich dich um eine zweite Chance bitten möchte. Wenn nötig, auf Knien.«

Völlig fassungslos starrte ich ihn an. Aber bevor ich mich sammeln konnte, sprach er weiter. Wieder in diesem eindringlichen Tonfall.

»Ich weiß, dass es nichts ändert, aber trotzdem will ich dir sagen, wie leid mir das alles tut. Es tut mir unendlich leid. Wenn ich gewusst hätte, oder auch nur geahnt … dabei hätte ich es wissen müssen. Aber ich hätte dich doch niemals …Mein Gott, ich darf gar nicht daran denken, was passieren hätte können.«

Er verbarg das Gesicht in seinen Händen. Nun verstand ich und sofort wurde mir eiskalt. Er war nur aus Schuldgefühlen hier. Weil es mir ja so schlecht gegangen war, als er mich vor fast einem halben Jahr verlassen hatte, um nach Italien zu gehen.

»Wer hat dir davon erzählt?« Ich brachte nur ein heiseres Flüstern zustande. Eine Mischung aus Angst und Wut schnürte mir die Kehle zu.

Danny wusste sofort, worauf ich hinauswollte. »Naja, dein Vater hat gestern mit mir darüber gesprochen. Aber als Erstes habe ich es von Caro erfahren.«

»Caro hat dir das hinter meinem Rücken erzählt? Wann?« Wie konnte sie nur?

Danny sah nun schon wieder schuldbewusst aus. »Ich wollte erst einmal mit Caro reden, bevor ich überraschend bei dir auftauche. Ich habe ja nicht gewusst … Zugegeben, das war feig. Aber Caro hat es mir nur erzählt, weil sie mich warnen wollte. Sie hätte nie zugelassen, dass ich auch nur in deine Nähe komme, wenn sie mir nicht geglaubt hätte, dass ich … dass ich dich immer noch liebe.«

In meinem Kopf überschlug sich nun alles. Er war also zurückgekommen, bevor er von meinem Zustand wusste. Und nicht deshalb, weil er irgendwie erfahren hatte, dass es mir seinetwegen nicht so gut ging. Das war ein wenig besser. Aber trotzdem machten seine Worte nicht sehr viel Sinn. Er hatte mir doch deutlich zu verstehen gegeben, dass er nicht mehr mit mir zusammen sein wollte. Was für mich ja auch total nachvollziehbar war. Und jetzt sagte er, dass er mich liebte.

»Also, ich verstehe gar nichts mehr. Aber wenn du nur hier bist, weil du dich verpflichtet fühlst, dann ist es mir lieber, wenn du wieder gehst.«

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