Vielleicht kann man verzeihen, aber kann man auch vergessen?

Vorsichtig, um ihn nicht aufzuwecken, drehte ich mich in seinen Armen, um sein Gesicht zu betrachten. Die Haut spannte sich viel straffer als sonst über seine Wangenknochen. Dadurch traten sie noch schärfer hervor. Unter den Augen hatte er tiefe Ringe, die mir gar nicht gefielen und er war blasser als jemals zuvor. Seiner Schönheit tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil, er schien aus einer anderen Welt zu kommen. Oder einer anderen Zeit. Auf alle Fälle sah man ihm sofort an, dass er etwas ganz Besonderes war. Vorsichtig strich ich mit meinem Finger über die Schatten unter seinen Augen und seinen Mund. Unter meiner Berührung verzogen sich seine Lippen unwillkürlich zu einem Lächeln.

Mit einem Seufzen legte ich meinen Kopf wieder auf seine Brust. Und genauso unwillkürlich, wie er vorhin gelächelt hatte, legten sich nun seine Arme fester um mich. Mir fielen schon wieder die Augen zu, obwohl ich anscheinend vorher so lange geschlafen hatte. Naja, ich hatte auch einiges nachzuholen. Außerdem hatte ich seit langer Zeit keine Angst mehr davor, einzuschlafen. Es war ein schönes Gefühl.

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